Schusswaffengebrauch und seine Folgen.


Tunnelblick, Intuitive Entscheidungen, Verzerrte Wahrnehmungen, Unterschiedlichste Reaktionen von Kollegen und Vorgesetzten, enorme Nachwirkungen, Erinnerungslücken, sehr gute bis miserable Betreuung, fehlendes Verständnis, starker Teamzusammenhalt, Erfahrungen mit dem Dienstantritt „danach“, Ewigkeitsangelegenheit Anerkennung Dienstunfall, Entdeckung neuer Perspektiven und Kraftquellen…

Ein kleiner Ausschnitt der Themenpalette, die beim Seminar „Nach Schusswaffengebrauch und gravierenden Erlebnissen“ vor wenigen Tagen zur Sprache kamen. Einheitliches Fazit war, dass es unheimlich gut tut, auf Augenhöhe mit anderen Kollegen/innen ins Gespräch zu kommen, die ähnliches erlebt haben - aber auch Anregungen aus anderen Blickwinkeln zu bekommen- wie z.B. der Polizeiseelsorge.


Ob das Ereignis vor mehr als 10 Jahren oder vor wenigen Monaten war – ob POM, KHK oder POR – ob 25 oder 60 Jahre alt – nach wenigen Minuten spürt man, wie solche Erlebnisse verbinden und eine Offenheit ermöglicht, die beeindruckt und viel ermöglicht. Das Seminar findet in immer neuer Zusammensetzung zwei Mal jährlich in Berlin statt und ist für alle polizeilichen Einsatzkräfte im deutschsprachigen Bereich gedacht. Darüber hinaus gibt es noch einmal jährlich in Schmerlenbach bei Aschaffenburg ein Seminar, zu dem auch die Partnerinnen bzw. Partner der Betroffenen eingeladen sind: gravierende Erlebnisse wirken sich meistens auch spürbar auf Beziehungen und Familie aus.

Die nächsten Termine sind: 03.03.-05.03.2021 in Berlin und 23.07.-25.07.2021 in Schmerlenbach / Näheres unter: www.schusswaffenerlebnis.de

Frank Kienle, Polizeiseelsorger PP SWN

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