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Pilgerreise der Polizeiseelsorge nach Rom vom 12. bis 17. Oktober 2026

vor 5 Tagen
4 Min. Lesezeit

32 Polizeibeschäftigte und Angehörige, sechs Tage und unzählige Eindrücke: Die Pilgerreise der Polizeiseelsorge führte vom 12. bis 17. Oktober nach Rom. Zwischen beeindruckenden Kirchen, antiken Stätten und lebendigen Plätzen blieb Raum für Begegnungen, Gespräche und gelebte Gemeinschaft. Ein Rückblick auf eine Reise zwischen Glaube und Geschichte.


– Eine Reise zwischen Glaube, Geschichte und Gemeinschaft

Rom – die Ewige Stadt – ist ein Ort, an dem sich Glaube und Geschichte auf einzigartige Weise begegnen. Unter diesem Leitgedanken begaben sich 32 (ehemalige) Polizeibeschäftigte aus ganz Bayern, zum Teil mit Ihren Angehörigen, begleitet von Polizeiseelsorger Günter Gerhardinger auf eine Pilgerreise in die italienische Hauptstadt. Sechs Tage geschichtsträchtiger Orte und gemeinsamer Erlebnisse lagen vor uns.


Montag, 12. Oktober – Ankommen in Rom

Nach dem Treffen am Flughafen München und dem gemeinsamen Check-in starteten wir pünktlich um 11 Uhr in Richtung Rom, wo wir gegen 12.30 Uhr ankamen.

Unser erstes Ziel war die Basilika Sankt Paul vor den Mauern, eine der vier Papstbasiliken Roms. Hier befindet sich das Grab des Apostels Paulus. Die beeindruckende Architektur und die besondere Atmosphäre dieses Gotteshauses machten den Auftakt unserer Pilgerreise.

Anschließend fuhren wir zum Hotel, bezogen unsere Zimmer und ließen den Anreisetag beim ersten gemeinsamen Abendessen in geselliger Runde ausklingen.


Dienstag, 13. Oktober – Die großen Basiliken und der Vatikan

Der Tag begann mit dem Besuch der Lateranbasilika, der Kathedrale des Bistums Rom und damit der eigentlichen Bischofskirche des Papstes. Anschließend besichtigten wir Santa Maria Maggiore, eine der bedeutendsten Marienkirchen der Stadt, deren prachtvolle Mosaike und reiche Ausstattung von der langen christlichen Tradition Roms zeugen.

Ein besonderer Höhepunkt war die Führung durch die Vatikanischen Gärten. Die gepflegten Anlagen, Brunnen und Ausblicke auf die vatikanischen Gebäude eröffneten uns einen Einblick in die Geschichte und die verborgene Bereiche des kleinsten Staates der Welt.

Danach besuchten wir die Vatikanischen Museen und die Sixtinische Kapelle. Vor den weltberühmten Fresken Michelangelos zu stehen, war für viele von uns ein bewegender Moment. Zugleich ist die Kapelle ein zentraler Ort des kirchlichen Lebens, an dem die Kardinäle im Konklave den neuen Papst wählen.


Mittwoch, 14. Oktober – Vom antiken Rom bis zu den barocken Plätzen

Am Vormittag begaben wir uns auf eine Zeitreise in die Antike. Das Kolosseum, das Forum Romanum und der Palatin vermittelten einen Eindruck von der einstigen Größe des Römischen Reiches und vom politischen, wirtschaftlichen und religiösen Leben seiner Bewohner.

Am Nachmittag erkundeten wir das historische Zentrum zu Fuß. Unser Weg führte über den Campo de’ Fiori und die Piazza Navona zum Pantheon und zu Gammarelli, dem traditionsreichen Schneider kirchlicher Gewänder, der auch den Papst beliefert. Danach ging es zum Trevi-Brunnen, zur Spanischen Treppe und schließlich zur Piazza del Popolo.

Der lange Rundgang verlangte unseren Füßen einiges ab. Doch die abwechslungsreichen Eindrücke und die gemeinsamen Erlebnisse machten jeden Kilometer lohnenswert.


Donnerstag, 15. Oktober – Der Petersdom und das Viertel Trastevere

Der Vormittag stand ganz im Zeichen des Petersdoms, dem Zentrum der katholischen Christenheit. Wir nahmen uns Zeit, die beeindruckende Architektur und die bedeutenden Kunstwerke zu betrachten. Besonders Michelangelos Pietà zog die Blicke auf sich. Auch der Papstaltar über dem Grab des Apostels Petrus und die Grotten mit den Gräbern zahlreicher Päpste waren wichtige Stationen unseres Besuchs.

Wer wollte hatte danach Gelegenheit, die Kuppel zu besteigen oder die Umgebung des Petersplatzes von oben zu erkunden.

Wer die Atmosphäre wechseln wollte, hatte die Gelegenheit am Nachmittag nach Trastevere zu gehen. Das traditionsreiche Viertel mit seinen engen Gassen und kleinen Plätzen bot einen reizvollen Kontrast zu den monumentalen Bauwerken des Vatikans. Wir besuchten Santa Maria in Trastevere, eine der ältesten Marienkirchen Roms, und die Kirche Santa Cecilia, die an die frühchristliche Märtyrerin und Schutzpatronin der Kirchenmusik erinnert.


Freitag, 16. Oktober – Frühchristliche Zeugnisse und die Albaner Berge

Am Vormittag besichtigten wir die Basilika San Clemente. Unter der heutigen Kirche liegen ältere christliche und antike Anlagen, die eindrucksvoll zeigen, wie sich Rom über Jahrhunderte entwickelt hat.

Anschließend besuchten wir Santo Stefano Rotondo. Die ungewöhnliche runde Bauform und die eindringlichen Darstellungen von Märtyrerszenen führten uns die schwierigen Lebensbedingungen früher Christen vor Augen. Zugleich regten sie zum Nachdenken darüber an, wie wir heute das Zusammenleben verschiedenster Religionen, Meinungen und Traditionen gestalten und dabei weder das eigene zu verleugnen noch das andere geringzuschätzen.


Samstag, 17. Oktober – Ostia Antica und Abschied von Rom

Am letzten Tag unserer Pilgerreise führte uns der Weg nach Ostia Antica, der antiken Hafenstadt Roms.

Die weitläufige Anlage vermittelte einen faszinierenden Eindruck vom Alltagsleben in der römischen Kaiserzeit. Wir entdeckten Reste des antiken Theaters, Thermenanlagen, Wohnhäuser, Speichergebäude und alte Handelsstraßen. Anders als bei den monumentalen Bauwerken im Zentrum Roms ließ sich hier besonders gut nachvollziehen, wie die Menschen einst lebten, arbeiteten, handelten und ihre Freizeit verbrachten.

Nach einer Mittagspause ging es weiter zum Flughafen. Mit vielen Eindrücken im Gepäck traten wir am Nachmittag den Rückflug nach München an und waren wieder zurück in der Heimat.

Damit endete eine intensive und erlebnisreiche Woche, die uns viele unvergessliche Momente geschenkt hatte.


Ein Fazit: Eine Reise, die in Erinnerung bleibt

Sechs Tage in Rom – sechs Tage voller Geschichte, Glaube, Kultur und Gemeinschaft. Wir haben bedeutende Kirchen besucht, antike Stätten erkundet, die Kunst großer Meister bestaunt und die besondere Atmosphäre der Ewigen Stadt erlebt.

Doch eine Pilgerreise besteht nicht allein aus Besichtigungen und Sehenswürdigkeiten. Sie lebt ebenso von den gemeinsamen Wegen, den Gesprächen unterwegs, den Begegnungen und den Momenten des Innehaltens. Sie bot Gelegenheit, über den eigenen Alltag hinauszublicken, Gemeinschaft zu erleben und neue Kraft zu schöpfen.

Natürlich waren die vielen Wege und langen Besichtigungstage auch körperlich anspruchsvoll. Unsere Füße wurden ordentlich beansprucht, und so mancher Kilometer machte sich am Abend bemerkbar. Doch die vielfältigen Eindrücke, die bewegenden Orte und die gute Gemeinschaft machten jede Anstrengung mehr als wett.

Es war eine Reise, die uns Rom nähergebracht hat – und vielleicht auch ein Stück näher zu uns selbst.



 
 
 

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